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Rothenburg ob der Tauber

alte Kanonen in Spitalbastei

Im heutigen Beitrag geht es um die mittelalterliche Altstadt Rothenburg ob der Tauber. Eine Altstadt mit einem besonderen Charme der uns auf eine Reise ins Mittelalter entführt hat.

Stadtmauer vom Röderturm Richtung Hohennersturm

Die mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach liegt an der Grenze von Bayern nach Baden-Württemberg. Rothenburg ob der Tauber ist durch ihre weitgehend erhaltene mittelalterliche Altstadt eine weltbekannte Sehenswürdigkeit. Ebenso wurde bereits im 16. Jahrhundert Rothenburg ob der Tauber, aufgrund der Stadtsilhouette, „Fränkisches Jerusalem“ genannt.

Blick auf Spitaltor

Zur Geschichte von Rothenburg

Von 1274 bis 1803 war Rothenburg eine Reichsstadt. Nach der Belagerung 1631 während des 30-jährigen Krieges verlor die Stadt stark an Bedeutung. Sie entwickelte sich daher nur noch allmählich weiter, wodurch das alte Stadtbild überwiegend erhalten blieb. Rothenburg galt bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als bedeutender Zielort des Tourismus in Deutschland. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Bauten originalgetreu wiederaufgebaut. Ab 1950 wurde die Stadt zu einem der Höhepunkte an der Romantischen Straße, der ersten Ferienstraße Deutschlands. Bis 1972 war sie kreisfrei und Sitz des gleichnamigen Landkreises. Stadt und Landkreis kamen dann zum Landkreis Ansbach und Rothenburg wurde zur Großen Kreisstadt erhoben.

Blick von Röderturm auf Markusturm

Die Altstadt ist umgeben von einer Stadtmauer. Sechs Tore und einige Türmchen führen durch die Stadtmauer in die Altstadt, oder wieder hinaus.

Innenansicht Spitalbastei

Als Rothenburg ob der Tauber im Jahre 1172 die Stadtrechte verliehen bekam, begann man mit dem Bau des inneren Rings der „kleinen“ Stadtmauer, welche heute nur noch aus der Luft zu erahnen ist. Eckpfeiler dieser alten Stadtmauer sind  unter anderem der weiße Turm und der Markusturm. 

Stadtmauer vom Röderturm mit Blick auf Markusturm

Erst im 14. Jahrhundert (1350-1410) entstand die 3450 Meter lange Stadtmauer, die wir heute kennen. Sie reicht vom Klingentor über das Galgentor, dem Rödertor bis zum Spitaltor hinaus.

Blick auf die Spitalbastei zur blauen Stunde

Besonders schön ist der Rothenburger Turmweg, dieser führt auf 4km entlang der Stadtmauer rund um die mittelalterliche Stadt mit ihren 42 Türmen. Man benötigt ungefähr 2,5-3 Std. für diesen Rundweg und egal zu welcher Zeit, der Turmweg ist rund um die Uhr geöffnet. 

Stadtmauer Rothenburg ob der Tauber

Aufgänge zur Stadtmauer befinden sich am Klingentor, Pulverturm, Galgentor, Röderturm sowie am Siebersturm.

Stadtmauer Rothenburg ob der Tauber

Spitalbastei

Die Spitalbastei, auch Spitaltor befindet sich im Süden der Altstadt. Es ist das jüngste und mit zwei Zwingern, sieben Toren und einer Zugbrücke das mächtigste Festigungswerk Rothenburgs. 

Spitalbastei zur blauen Stunde

Die gesamte Anlage wurde Anfang des 17. Jahrhunderts fertig gestellt, einige der Bauteile sind allerdings älteren Datums.

Spitalbastei zur blauen Stunde

So wurde der Spitaltorturm schon im Jahr 1298 erbaut und auf dem Schlussstein am äußeren Torbogen findet sich die Jahreszahl 1586.

Spitalbastei mit Spitalturm

Auf dem Torbogen des Spitaltors ist folgende Inschrift „Pax intrantibus – Sauls exeuntibus“ was übersetzt heißt „Friede den Eintretenden – Heil den Hinaustretenden“

Garten bei Spitalbastei

Die Holzbrücke welche zur Spitalbastei führt

Von Spitalbastei zur Holzbrücke zur blauen Stunde
Holzbrücke zur Spitalbastei

wie auch die alten Kanonen und Schießscharten die sich in der Spitalbastei befinden bieten tolle Motive zum Fotografieren.

Spitalbastei innen
Kanonen in Spitalbastei
alte Kanonen in Spitalbastei
Innenansicht Spitalbastei

Die Gerlachschmiede

Gerlachschmiede

Die Gerlachschmiede wurde 1945 bei einem Luftangriff vollständig zerstört. Bis 1951 wurde die Schmiede nach historischem Vorbild neu errichtet und war bis 1967 in Betrieb. 

Die mit viel Liebe zum Detail wieder erbaute Gerlachschmiede gehört zu den schönsten Fachwerkbauten in Rothenburg ob der Tauber.

Blick auf Gerlachschmiede und Röderturm

Sie befindet sich in der Nähe vom Rödertor.

Das Rödertor

Rödertor

Das Rödertor wurde 1649 erbaut und ist eines der 5 Haupttore der äußeren Stadtbefestigung Rothenburgs. Hinter dem Vortor mit zwei Zoll- und Wachhäusern befindet sich der sogenannte Fanghof der Torburg.

Innenhof Fanghof Rödertor

Bis hier hin vorgedrungene Feinde konnten von der Stadtmauer und einem, dem Röderturm vorgelagerten Torhaus, sehr wirksam bekämpft werden. 

Der Röderturm

Den schönsten Ausblick bietet der Röderturm, welcher im Osten der Altstadt zu finden ist. 

Röderturm zur blauen Stunde

Der Röderturm wurde 1945 beim Bombenangriff auf Rothenburg schwer beschädigt. Das hölzerne Innere brannte vollständig aus. Nach dem Krieg wurde der Turm wieder aufgebaut. 

Ebenso ist der Röderturm neben dem Rathausturm der einzige zugängliche Stadtturm der Stadt Rothenburg. Aufgrund seiner Position, welche an flaches Gebiet grenzt, war er von jeher ein wichtiger Meldeposten für die Stadt, daher befand sich lange Zeit im Fachwerkgeschoss eine Türmerwohnung. 

Der 40 Meter hohe Röderturm bietet, nach einem Aufstieg über 103 Stufen, einen Blick in alle Himmelsrichtungen. Dadurch hat man eine Aussicht auf die gesamte Altstadt sowie die Befestigungsanlagen und Stadtmauern.

Wer die Aussicht vom Röderturm wahrnehmen möchte ist leider an die Öffnungszeiten gebunden. Die aktuellen Öffnungszeiten findest Du hier oder telefonisch beim Rothenburg Tourismus Service unter der 0981-404800.

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Parkmöglichkeiten befinden sich Rund um Rothenburg an der Stadtmauer entlang. Von 9 bis 18 Uhr sind diese kostenpflichtig mit Parkschein. Die restliche Zeit ist kostenfrei.

Mögliche Parkplätze sind unter anderem:

  • P1 im Friedrich-Hörner-Weg 4 bei der Spitalbastei
  • P4 in der Mannstraße 1 beim Galgentor
  • P5 im Betzoldweg beim Klingentor
  • Hasa-Parkplatz in der Ansbacher Straße 1D beim Rödertor
Innenhof Spitalbastei mit Spitalturm zur blauen Stunde

Obwohl wir nicht die Stadtgänger sind, hat uns Rothenburg ob der Tauber sehr fasziniert.

Damit sind wir auch schon am Ende unseres Beitrages angelangt. Wenn Dir unser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über ein Klick bei „Gefällt mir“ oder auch über ein Kommentar von Dir. 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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