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Rosstrappe und Bodetal im Harz

Bodetal Jungfernbrücke Harz

Die Rosstrappe und das Bodetal im Harz mit ihren Sagen und Mythen haben uns wunderschöne Augenblicke und Fotospots beschert. 

Rosstrappe

Am nordöstlichen Rand des Harz ist die Rosstrappe zu finden. Dies ist ein 403m ü. NHN hoher Granitfels um welchen sich viel Mythen und Sagen ranken. Ebenso gilt die Rosstrappe als einer der großartigsten Felsabschnitte nördlich der Alpen. 

Rosstrappe mit Blick ins Bodetal

Es führen die verschiedensten Wege hinauf auf den Rosstrappenberg. Ob mittels Wanderwege, Sessellift oder mit dem Auto. Wir sind mit dem Auto hinauf gefahren und hatten auf dem kostenfreien Parkplatz an der Seilbahnstation Rosstrappe (Koordinaten N: 51.7407009 – E: 11.0173066) geparkt. 

Rosstrappe - Blick in Bodetal Königsruhe

Von hier aus geht es in südöstlicher Richtung zum Berghotel Rosstrappe, dort gelangt man geradewegs auf den Wanderweg Rosstrappe. Nach einem Fußweg von etwa 750 m erreicht man die Aussichtsplattform Rosstrappe. 

Aussichtsplattform Rosstrappe

Auf dem Weg bieten sich verschiedene Ausblicke ins Bodetal und hinüber zum Hexentanzplatz. An einigen dieser Stellen stehen auch Bänke, welche zum Verweilen einladen.

Rosstrappe Blick ins Bodetal

Die Aussichtsplattform befindet sich auf der südlichsten Spitze der Rosstrappe auf welcher auch der sagenumwobene Hufabdruck zu finden ist, welche dem Felsen seinen Namen gab.

Rosstrappe Blick ins Bodetal

Die Sage zur Rosstrappe 

Die Königstochter Brunhilde floh auf ihrem Ross vor dem wilden Böhmenkönig Bodo, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. Am Rande des Bodetals wagte die Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz über den Abgrund, um Bodo zu entkommen. Der Huf ihres Rosses prägte sich auf dem gegenüberliegenden Felsplateau tief in den Stein, der seither den Namen Rosstrappe trägt. Bodos Pferd hingegen versagte und stürzte mit samt Reiter in den Fluss. Dort bewacht er, in einen schwarzen Hund verwandelt, noch heute die Krone der Königstochter, die diese bei dem Sprung verlor. 

Rosstrappe Blick ins Bodetal

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Bodetal – sagenhaft und wildromantisch

Das Bodetal ist ein 10 km langer schluchtartiger Talabschnitt der Bode zwischen Treseburg und Thale 

Rosstrappe Blick ins Bodetal

Die Bode entspringt am höchsten Berg des Harzes, am Brocken. Sie bildet das größte Talsystem innerhalb des Harzes und verläuft in windungsreichem Tal ostwärts durch die welligen Hochflächen des Unterharzes. 

Rosstrappe Blick ins Bodetal

Sie durchfließt anfangs die Talsperre Königshütte und passiert danach das Rübeland. Hiernach fließt die Bode durch die unmittelbar unterhalb der Rappbode-Talsperre liegende Talsperre Wendefurth. Anschließend fließt sie durch Altenbrak nach Treseburg. Auf den letzten etwa 10 km innerhalb des Gebirges windet sich die Bode zwischen Treseburg und Thale nordostwärts durch ein Engtal, das Bodetal.

Bodetal

Die Schlucht ist bei Treseburg etwa 140 Meter und bei Thale etwa 280 Meter tief. Der untere Abschnitt bei Thale stellt die tiefste ausseralpine Felsschlucht Deutschlands dar.

Bodetal

Bereits 1937 wurde das Bodetal unter Naturschutz gestellt und später erweitert. Mit fast 475 Hektar Größe gehört das Bodetal zu den größten Naturschutzgebieten in Sachsen-Anhalt. 

Die Bodeschlucht kann in ihrer gesamten Länge nur erwandert werden.

Bodetal

Parkmöglichkeiten

Es gibt diverse Parkmöglichkeiten in Thale. Den großen Parkplatz Bergbahnen Thale, dann sind Parkmöglichkeiten entlang der Parkstraße vorhanden. Wir hatten auf dem kostenfreien Parkplatz an der Ecke Parkstraße/Hubertusstraße geparkt, Koordinaten N: 51.742458 – E: 11.0302956. 

Bodetal

Rundwanderung Bodetal

Ein zehn Kilometer langer Wanderweg erschließt die Bodeschlucht zwischen Thale und Treseburg. Da unsere kleine Letty noch nicht so viel Laufen darf, haben wir uns für eine kleine Rundwanderung von 3 km Länge entschieden

Von unserem Parkplatz starten wir in südwestlicher Richtung zum Bodetal. 

Nach etwa 750 m erreichen wir die Stahlbrücke an der Jugendherberge welche Katerstieg genannt wird. 

Bodetal am Katerstieg

Der Sage nach verschonte an dieser Stelle ein Jäger einen zum Kater verwunschenen Weinpanscher und erhielt zum Dank einen Goldschatz, von dem er das Wirtshaus erbaute.

Wir überqueren die Brücke und gehen links weiter. Nach etwa 250 m erreichen wir den

Bodetal

Siebenbrüderfelsen – Goethefelsen

Der Sage nach wollten sieben Brüder aus dem Böhmerwald an dieser Stelle am Schluchteingang eine Frau, die sie abgewiesen hatte, vergewaltigen und wurden zur Strafe in den siebenköpfigen Felsen verwandelt. 

Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Wolfgang von Goethe wurde der Felsen am 28. August 1949 in Goethefelsen umbenannt. Auf einem Granitblock in der Bode unterhalb des Felsens, dem Goethestein, studierte Goethe bei seinem Bodetalbesuch die Klüftung des Gesteins.

Bodetal - Blick zum Hexentanzplatz

Hier befindet sich ebenso der Kronensumpf in welchen der Sage nach der in einen Hund verwandelte Wüstling Bodo die Krone der Prinzessin Brunhilde bewacht, welche ihr beim Sprung vom Hexentanzplatz zum Rosstrappenfelsen verloren ging.

Weiter führt uns der Weg an der wildromantischen Bode entlang. Nach 450m erreichen wir die Königsruhe und stehen somit auch am Fuße der Rosstrappe

Königsruhe – Hirschgrund

Bereits 1820 verkaufte hier ein Thaler Bürger Erfrischungen an Wanderer.

Bodetal

1834 erbaute der Konditor Christian Jung aus Thale, eine Holzhütte mit Feuerstelle an diesem Ort welchen man damals schon Hirschgrund nannte. 1856 errichtete Jung direkt an der über die Bode führenden Brücke ein weiteres größeres Gebäude und nannte es Hirschgrund

Zu Ehren des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., welcher am 5. Mai 1834 am Hirschgrund eine Rast machte, wurde 1875 das erweiterte Gasthaus umbenannt zu „Hotel Königsruhe“ 

Bodetal Jungfernbrücke Harz

In der Zeit der DDR wurde der Name des Hotels, aus politischen Gründen, wieder in Hirschgrund geändert. 

Im August 1994 erwarb die Familie Bauer das Anwesen, welches seit 1995 wieder den Namen Königsruhe trägt.

Hier am Hirschgrund führt uns der Weg über die Jungfernbrücke

Jungfernbrücke

1904 war die Jungfernbrücke noch eine Holzkonstruktion.Später wurde eine Brücke aus Natursteinen auf Steinwiderlagern errichtet.

Bodetal Jungfernbrücke Harz

Am 30. Dezember 1925stieg bei einem Hochwasser im Bodetal nach einsetzendem Föhn und starker Schneeschmelze der Wasserstand der Bode auf ein Maß von 4,5 m über dem Normalpegel. Im Flusstal kam es zu schweren Überschwemmungen und Schäden. Dabei wurde die Brücke weggerissen.

1927 wurde die heutige Brücke errichtet

Einer Sage nach dürften die Jungfernbrücke nur Jungfrauen überqueren, damit sie nicht einstürzt.

Bodetal Jungfernbrücke Harz

Nachdem wir die Jungfernbrücke überquert haben, folgen wir nach links dem Wanderweg wieder gemütlich zurück zum Parkplatz.

Bodetal

Wir wünschen Dir einen schönen 4. Advent und frohe Weihnachten

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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