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Insel Usedom und der Amazonas des Nordens

Seebrücke Heringsdorf auf der Insel Usedom in der blaue Stunde längste Seebrücke von Deutschland

Diese Woche waren wir auf der Insel Usedom und dem Amazonas des Nordens unterwegs. Außerdem haben wir die längste und die älteste Seebrücke sowie das größte Flächendenkmal Deutschlands besucht. 

Peenetal und der Amazonas des Nordens

Das Peenetal ist eine weitgehend unberührte Naturlandschaft und bietet einen Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Das Naturschutzgroßprojekt umfasst eine Kernzonenfläche von 20.000 Hektar und eine Gesamtfläche von 45.000 Hektar. Daher ist das Peenetal das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Mitteleuropas. Entlang des Peenetales findet man die verschiedensten Aussichtsplattformen.

unteres Peenetal
unteres Peenetal von oben

Durch das Peenetal fliesst der Penestrom auch „Amazonas des Nordens“ genannt. Die Peene erstreckt sich mit einer Länge von 85 km vom Kummerower See bis nach Anklam. Es gibt entlang des Stromes die verschiedensten Möglichkeiten diese beeindruckende Flußlandschaft zu erkunden, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder vom Fluß aus. Wer wie wir naturverbunden ist und ebenfalls auf der Suche nach Ruhe, ist hier genau richtig. 

Unteres Peenetal

Wir haben das „untere Peenetal“ besucht und waren von der Landschaft und den vielen Vogelarten begeistert.  Aus dem Grund sind wir dann auch auf einen Aussichtspunkt gegangen.

Aussichtsturm im unteren Peenetal
Siberreiher im Peenetal
Schwäne im Peenetal
unteres Peenetal Blick vom Aussichtsturm

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Bockwindmühle Pudagla

Unterwegs fanden wir dann noch die Bockwindmühle Pudagla, diese ist eine Windmühle aus Holz die im 17. Jahrhundert erbaut und 1997 restauriert wurde. Heute ist die Mühle, dank dem „Freunde der Bockwindmühle Pudagla e.V.“, wieder funktionsfähig und dient als kleines Museum mit Mahlvorführung von Mai bis September.

Schild bei der Blockwindmühle Pudagla auf der Insel Usedom
Blockwindmühle Pudagla auf der Insel Usedom

Direkt vor der Mühle befindet sich ein Besucherparkplatz (Koordinaten N: 53.9598832 – E: 14.0638988). 

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Peenemünde 

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Peenemünde, ein ehemaliges Fischerdorf welches sich nach dem zweiten Weltkrieg zu einem Museumsort entwickelte. Bekannt ist Peenemünde für die damalige Raketenentwicklung der einst dort stationierten Heeresversuchsanstallt. 

Der Museumsort bietet ein Historisch-Technisches und U-Boot Museum. Des weiteren eine Raketenausstellung, die Phaenomenta und ein Spielzeugmuseum. Nicht weit davon entfernt befindet sich außerdem der Flugplatz und die Peenemünder Rennstrecke.

Historisch-Technisches-Museum Peenemünde Insel Usedom
Maritim-Museum U-461 U-Boot Insel Usedom Peenemünde

Das 25 km² große Areal in Peenemünde ist eines der größten Flächendenkmale in Deutschland. Ebenso ist es bemerkenswert wie sich überall die Natur ihren Platz zurück erobert. Große Teile des Gebietes sind aufgrund der Munitionsbelastung für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ebenfalls gibt es einen 25km langen Rundweg mit 23 Stationen die mittels geführter Rundfahrt zu erkunden sind. Es befinden sich mehrere große Parkplätze vor Ort. Wir hatten auf dem Parkplatz am Hafen (Koordinaten N: 54.1363659 – E: 13.7671311) geparkt

Maritim-Museum U-461 U-Boot Insel Usedom Peenemünde
Blick auf den Hafen Peenemünde auf der Insel Usedom

Daneben gibt es das Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden mit einer Größe von 7812 Hektar. Außerdem den weißen Ostseestrand von Karlshagen/Peenemünde der nur wenige Kilometer vom Ortskern entfernt liegt. Für einen Strandbesuch gibt es den kostenpflichtigen „Parkplatz Kienheide“ (Koordinaten N: 54.1365808 – E: 13.8265068). Von hier aus geht es ebenso auf den Hundestrand. 

Strand Peenemünde Insel Usedom
Am Strand von Peenemünde Karlshagen auf der Insel Usedom
Blick auf den Hundestrand von Peenemünde/Karlshagen

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Seebrücke Heringsdorf

Ein Abendspaziergang führte uns vom Ostseebad Heringsdorf zum Seebad Ahlbeck. Geparkt haben wir auf dem öffentlichen (kostenpflichtigen) Parkplatz Delbrückstraße 69 – 17424 Heringsdorf. Von hier aus sind es ca. 400m zum Strand und der Seebrücke Heringsdorf. Auf dem Weg dort hin befindet sich der größte Strandkorb der Welt. Mit 6 Metern Breite, 3 Metern Tiefe und 4 Metern Höhe bietet er ausreichend Platz für eine große Anzahl von Personen. Bei der Eröffnung 2014 sollen 91 Personen dort Platz genommen haben.

Die Seebrücke Heringsdorf wurde 1995 gebaut und ist mit einer Länge von 508m ist die längste Seebrücke von Deutschland

Seebrücke Heringsdorf auf der Insel Usedom in der blaue Stunde längste Seebrücke von Deutschland

Folglich ging es nach ein paar Fotos von der Seebrücke Heringsdorf, gemütlich am Strand entlang. Bis nach Ahlbeck an die Seebrücke waren es ungefähr 2,2 km. 

Seebrücke Ahlbeck 

Die Seebrücke Ahlbeck ist die älteste Seebrücke in Deutschland. Die Geschichte der Seebrücke Ahlbeck geht bis ins Jahr 1882 zurück. Damals wurde ein Holzlaufsteg über den Strand errichtet der an eine Plattform am Meer führte. 1898 wurde ein Seesteg gebaut der 280 Meter in die Ostsee ragte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden beide Teile miteinander verbunden. Trotz der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurde stets die historische Bausubstanz und somit das Aussehen der Seebrücke erhalten. Seit 1986 steht die Seebrücke unter Denkmalschutz.

Seebrücke Ahlbeck auf der Insel Usedom bei Nacht Panorama älteste Seebrücke von Deutschland

Zurück ging es dann auf der längsten Strandpromenade Europas. Die 12km lange Strandpromenade verläuft von Bansin über Heringsdorf und Ahlbeck bis Swinemünde.

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Zuletzt noch etwas, das wollten wir euch nicht vorenthalten

Letzten Sonntag hatten wir noch einen abendlichen Ausflug nach Schwerin gemacht. Das auf der Schlossinsel im Stadtzentrum von Schwerin gelegene Schloss Schwerin ist das bekannteste und prächtigste der über zweitausend Schlösser und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenso gilt es als eines der bedeutendsten Beispiele des romantischen Historismus in Europa.

Wir fanden das Schloss Schwerin auch sehr beeindruckend. Am Bemerkenswertesten war für uns der Blick über den Schloss- und Burggarten von der Johannes-Stelling-Strasse.  

Schloss Schwerin in der blauen Stunde Panoramablick

Das war es mal wieder für diese Woche. Wir wünschen euch einen guten Start in die neue Woche

Liebe Grüße

Yvonne und Thorsten

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