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Ilsetal im Harz

Ilsetal

Diesmal berichten wir euch von unserer Wanderung durch das schöne Ilsetal mit den Ilsefällen, im nördlichen Harz. Von Ilsenburg starteten wir gemütlich durch das Ilsetal, entlang der Ilse. 

Ilsetal

Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Wanderparkplatz Ilsetal, Ziel waren die Ilsefälle. 

Ilsetal

Ilsetal

Ilsetal

Das Ilsetal liegt im nördlichen Teil des Harzes und wurde nach dem Gebirgsfluss Ilse benannt.

Ilsetal

Die etwa 42 km lange Ilse entspringt am Brocken auf knapp 1000 Metern Höhe und mündet in Niedersachsen in die Oker.  

Ilsetal

Das eigentliche Ilsetal beginnt am Ausgang des Großen Sandtals. Die Ilse fließt in ein tiefes Schluchttal, dessen Hänge mit Buchen, Eichen und anderen Laubbäumen bewachsen sind.

Ilsetal

Auf beiden Talseiten erheben sich mächtige Granitklippen wie der Paternosterklippe, die Westerbergklippe und der Ilsestein. Das Ende des Ilsetals befindet sich bei Ilsenburg.

Ilsetal

Der Ilsestein liegt etwa 150 m über dem Ilsetal und ist ein sehr beliebtes Wanderziel. Dieser ist über einen Weg begehbar und bereits im Hochmittelalter stand dort eine Burg.

Wie der Ilsestein zu seinem Namen kam erzählt die folgende Sage

Die Sage vom Ilsestein 

Eine alte Sage weiß zu erzählen, dass schon zu einer Zeit, noch ehe je ein menschlicher Fuß das liebliche Tal der Ilse betreten, diese schon als eine gütige Fee in ihrem Reiche, das sich zu beiden Seilen des nach ihr genannten Baches erstreckte, gewaltet hat.

Eine milde Beschützerin war sie für alles, was im Bannkreis ihrer Herrschaft lag. Den Fuß der riesigen Fichten, die stolz und frei zum Himmel emporstrebten, umspülte sie mit den entquellenden Wassern ihres unterirdischen Kristallschlosses. Gräser und Blumen netzte sie mit klaren Tauperlen, so dass sie sich zu wunderbarer Schönheit entfalteten, und selbst das verfolgte Wild fand Schutz auf ihren saftigen Weideplätzen.

Wenn die geängstigten Tiere den Jagdruf des ewig pirschenden Weidmanns vernahmen, so suchten sie mit Aufbietung aller ihrer Kräfte die Grenze von Ilsen’s Reich zu erlangen; denn sie wussten, dort waren sie sicher vor Pfeil und Bogen, konnten sorglos auf blumiger Aue äsen und ihren Durst am Rande des silberhellen Bergwassers löschen. Voll Ingrimm sah der wilde Jäger täglich manchen stolzen Hirsch und manches schlanke Reh in das Tal der Ilse verschwinden, um Schutz zu suchen. Bis zum äußersten stieg sein Zorn aber eines Tages, als ein prachtvoller Eber, wie er selten in den Harzwäldern zu treffen war, sich des Jägers mühevoller Nachstellung entzog, indem er sich in einem zu Ilsen’s Herrschaft gehörigen Tannendickicht verbarg und seinen Verfolger zur Umkehr zwang.

Von diesem Tage an sann der getäuschte Jäger ernstlich darauf, Rache an Ilse zu nehmen. Er wusste, wie alle Berggeister des Harzwaldes, dass die Macht der holden Fee in dem Besitz eines wundersamen Schwertes begründet sei, und dass Ilse, sobald sie desselben beraubt war, sich in die Tiefen ihres unterirdischen Wohnsitzes zurückziehen musste. Daher fasste er den Plan, die kostbare Waffe zu entwenden. Und wirklich gelang es ihm und seinem grausigen Tross, sich des Zauberschwertes zu bemächtigen.

Voll Schrecken gewahrte Prinzessin Ilse in der Morgendämmerung ihren Verlust, und zugleich vernahm sie den schallenden Jagdruf ihres Feindes, den nun nichts mehr hinderte, mit seiner wilden Meute in das Gebiet der betrogenen Fee einzudringen.

Kings dröhnte der Boden vom Stampfen der Rosse; die Luft durchzitterten Pfeil und Wurfspieß, und todeswund sanken die bisher beschirmten und gehegten Tiere zu Boden. Mit Entsetzen sah Ilse ihre geliebten Schützlinge fallen, und je deutlicher die schreckliche Gewissheit, dass das Schwert unwiederbringlich verloren und die Zeit ihrer Herrschaft auf der Oberwelt, vorüber sei, sich ihr einprägte, desto unfähiger war sie, ihre vom Schreck gelähmten Glieder zu rühren. Immer bleicher wurde ihr Antlitz, immer starrer der Ausdruck ihrer sanften Augen. Noch einmal versuchte sie sich zu regen, aber wie sie sich emporstreckte, wuchs sie zu riesenhafter Große auf und erstarrte zu einem kalten Fels und war verwandelt in den Ilsestein.

In grauer Dämmerfrühe, wenn der junge Tag mit der scheidenden Nacht ringt, soll, so verkündet die Sage, der hoch aufragende Felsen verschwinden und Ilse für kurze Zeit als liebliche Fee daraus hervorgehen. Aber wehe dem Sterblichen, dessen Auge sie alsdann erblickt! Mit einem Zauberspruch bannt sie ihn an den Ort, wo er steht; auch er verwandelt sich in einen Stein oder Baum, und viele von den alten, moosbewachsenen Fichten, die im Ilsetal stehen, sind bestrafte Neugierige, die vergebens auf ihre Erlösung harren.

Quelle: http://www.harzpost.de/ilsestein/sagen1.php

Ilsetal

Wanderung durchs Ilsetal

Ilsetal

Wir sind vom Parkplatz in südöstlicher Richtung bis zur Ilse gelaufen und folgten dieser Flußaufwärts. Wir wanderten den Bremer-Weg entlang bis an die Ilsefälle.

Ilsetal

Ein anderer wohl sehr beliebter Wanderweg ist der Heinrich-Heine-Weg, welcher bis auf den Broken führt.

Ilsetal

Besonders schön ist die Wanderung aufgrund der abwechslungsreichen und naturschönen Umgebung entlang der Ilse.

Ilsetal

An den Ilsefällen angekommen waren wir bereits 4 km gelaufen. Um unsere Letty nicht zu überfordern hatten wir dann beschlossen den Rückweg anzutreten.

Ilsetal

Wir sind insgesamt 8 km gewandert und waren etwa 4,5 Std. unterwegs. Wobei wir natürlich viele Pausen zum Fotografieren eingelegt haben. 

Ilsetal

Parkmöglichkeiten 

Eine der vielen Parkmöglichkeiten ist der Wanderparkplatz Ilsetal, Adresse: Ilsetal 15 in 38871 Isenburg. Dieser ist kostenpflichtig: 2 Std. kosten 1,-€, 4 Std. kosten 2,- € oder man nimmt das Tagesticket für 3,- €. Direkt am Parkplatz befindet sich auch eine öffentliche Toilette (0,50€). 

Ilsetal

Damit sind wir auch schon am Ende unseres Beitrages angelangt. Wenn Dir unser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über ein Klick bei „Gefällt mir“ oder auch über ein Kommentar von Dir. 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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