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Hohensyburg und Vincketurm

Hohensyburg Burgruine

Im heutigen Beitrag nehmen wir euch mit zur Hohensyburg, eine der ältesten Burgen Westfalens und ihrer Geschichte. 

Hohensyburg

Hohensyburg mit Kriegerdenkmal

Die Hohensyburg, auch Sigiburg oder Syburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem rund 245 m ü. NN hohen Seyberg, im südlichen Dortmunder Stadtteil Syburg. Die Umgebung ist als Naturschutzgebiet Ruhrsteilhänge Hohensyburg ausgewiesen und geschützt.

Hohensyburg Burgruine

Die Hohensyburg wurde um das Jahr 700 v. Chr. erbaut und gehört dadurch zu den ältesten Burgen in Westfalen. Die Sachsen, ein nichtchristlicher westgermanischer Völkerverband, nutzte sie einst. 775 v. Chr. eroberte das fränkische Heer Karl des Großen die sächsische Sigiburg und nutzte diese als Verteidigungsanlage gegen die Sachsen. Die Burgbesatzung und Widukind (ein westfälisches Adelsgeschlecht) wurden von Karl den Großen vertrieben. 

Hohensyburg Burgruine

Insgesamt finden sich Überreste von 3 Burgen auf dem Syberg

Hohensyburg Burgruine

Das Wallsystem im Südosten hatte eine Gesamtlänge von 1,7-2km. Im westlichen Bereich handelte es sich um eine Holz-Erde-Konstruktion. Die 2. Burg soll 775 erbaut worden sein. 776 befand sich eine Kirche innerhalb der Burg. 

Hohensyburg Burgruine

Die steinerne Burg wurde 1150 von den Kölner Erzbischöfen erbaut. Die Burg diente wohl auch als eine Art Kontrollturm, um Zollgrenzen zu überwachen – und natürlich um Feinde rechtzeitig zu erspähen. 

Hohensyburg Burgruine

1287 wurden Teile der Burg, durch Graf Eberhard von Mark, zerstört. 1300 ging die Burg in die Lehensherrschaft der Grafen von der Mark über. 

Hohensyburg Burgruine

1496 wurde Gerd Spee von Herzog Johann von der Mark zum Burggrafen ernannt unter der Bedingung, dass er die „borch to Sybergh bewoenen“ solle.

Hohensyburg Burgruine

Die Burg wurde wahrscheinlich im 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts aufgegeben.

Hohensyburg Burgruine

Heute noch erkennbar ist das Hauptgebäude, das von Burgmauern und zwei Türmen umgeben war.

Hohensyburg Burgruine

Kriegerdenkmal

1930 wurde in der Mitte der Burgruine ein Kriegerdenkmal errichtet.

Mittelpunkt der Hohensyburg mit Kriegerdenkmal

Es zeigt einen toten Soldaten und wurde zu ehren der gefallenen Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg errichtet.

Mittelpunkt der Hohensyburg mit Kriegerdenkmal

Davon Zeugen auch die Steintafeln mit den eingravierten Namen der Soldaten.

Mittelpunkt der Hohensyburg mit Kriegerdenkmal

Vincketurm

Ludwig von Vincke ehelichte im Jahre 1810 Eleonore von Sieberg zum Busch und wurde so zum Miteigentümer der mittelalterlichen Burgruine Hohensyburg.

Vincketurm

Zu Ehren von Ludwig von Vincke (1774-1844) wurde 1857 der 26 Meter hohe Vincketurm auf dem höchsten Punkt des Sybergs errichtet. Aufgrund seiner Verdienste um den Aufbau Westfalens nach der französischen Herrschaft galt Ludwig von Vincke als Landesvater Westfalens.

Vincketurm

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm als Artilleriebeobachtungspunkt für die deutsche Wehrmacht genutzt. Die angreifenden Truppen nahmen daher den Turm unter Beschuss, und er wurde von Granaten getroffen. 1955 wurde der Turm restauriert und wiederhergestellt.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Im westlichen Teil des Areals baut sich das imposante Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Dieses wurde 1893 bis 1902 neben der Burgruine zur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. erbaut und am 30. Juni 1902 der Öffentlichkeit übergeben.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

1935 wurde das Denkmal durch die Nationalsozialisten umgebaut. Von den vier flankierenden Standbildern wurden die von Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich Karl entfernt. Die von Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke blieben in veränderter Anordnung erhalten. Ebenso zierte eine Gedenktafel mit Hakenkreuz das Monument. 

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Diese Gedenktafel wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs entfernt.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Aussichtsplattform

Die Hohensyburg ist ganzjährig frei zugänglich. Von der Aussichtsplattform vor dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal hat man einen fantastischen Blick über das Ruhr- und Lennetal bis hin nach Hagen und das nördliche Sauerland. 

Panorama von Aussichtsplattform zur blauen Stunde

Parkmöglichkeit

Geparkt hatten wir am kostenpflichtigen „Parkplatz Hohensyburg“ bei den Koordinaten N: 51.4228109 – E: 7.4869204. Direkt anschließend befindet sich die Parkanlage Hohensyburg. Diese  ermöglicht, auf einer Länge von etwa 1,3 km, einen Rundweg von der Hohensyburg über den Vincketurm zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal und zurück zum Parkplatz.

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Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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