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Hexenverbrennung im Meteoritenkrater

Burgruine Wellheim

Diese Woche berichten wir über die Burgruine Wellheim und dem Hexenfelsen im Meteoritenkrater, dem Nördlinger Ries.

Burgruine Wellheim

Burgruine Wellheim

Die Burg Wellheim ist eine ehemalige Wehranlage im Landkreis Eichstätt. Die Ruine der Felsenburg liegt beherrschend auf einem Jurafelsen über dem Markt Wellheim im Urdonautal und gehört zum Naturpark Altmühltal. 

Burgruine Wellheim

Die romanische Oberburg wurde auf einer wild zerklüfteten Felsformation angelegt. Die unregelmäßige Ringmauer wurde der Felsenkuppe angepaßt. Vom Palas und Gebäuden der Kernburg sind heute nur noch Teile der Außenwände und Mauerreste erhalten. Im Norden befindet sich der 35 Meter hohe, quadratische Hauptturm aus regelmäßigen Buckelquadern. 

Burgruine Wellheim

Auf der Südseite befindet sich der rundbogig geschlossene Hocheingang. Der ehemalige Burghof ist heute mit Schutt gefüllt und überwachsen. 

Burgruine Wellheim

1935 wurde die Nordwand aufgemauert, da ab 1836 größere Mengen an Quadern als Baumaterial ausgebrochen wurden. 

Burgruine Wellheim

1857 wurde ein ganzes Stockwerk des Papas, wegen starker Einsturzgefahr, abgebrochen. 

Im 15. Jahrhundert wurde eine Befestigungsanlage der Unterburg vorgelegt, hier befindet sich am Nordeck ein kleiner Rundturm. 

Burgruine Wellheim Ausblick

Im nordwestlichen Außengraben verläuft heute die Ortsverbindungsstraße nach Gammersfeld. 

Burgruine Wellheim

Direkt an der Burg befindet sich ein kostenfreier Parkplatz (Koordinaten N: 48.820390 – E: 11.079515) 

Hexenfelsen

Der Hexenfelsen befindet sich im Nördlinger Ries

Was ist das Nördlinger Ries ?

Das Nördlinger Ries ist ein Einschlagskrater eines Meteoriten welcher vor 15 Mio. Jahren einschlug. 

Es liegt im Grenzgebiet zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb, im Städtedreieck Nürnberg-Stuttgart-München. Der größte Teil erstreckt sich über den schwäbischen Landkreis Donau-Ries. 

Der fast kreisförmige, flache Krater (Ries) hat einen Durchmesser von 25 Kilometern. Der Rand des Kraters ist ringsum als Hügelkette sichtbar. Zuerst ging man, aufgrund der gefundenen Gesteine, von einem Vulkan aus. Jedoch konnte 1960 nachgewiesen werden, dass es sich um Überreste eines etwa 14,6 Millionen Jahre alten Einschlagskraters handelt, welcher während des Ries-Ereignisses entstand. Das Ries zählt zu den am besten erhaltenen großen Impaktkratern der Erde. 

Aber nun zurück zum Hexenfelsen 

Der Hexenfelsen befindet sich in Nördlingen, einer großen Kreisstadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, auf der  Marienhöhe.

Hexenfelsen

Wir haben auf dem kostenfreien Parkplatz bei den Tennisplätzen geparkt ( Koordinaten N: 48.843438 – E: 10.490683) von hier aus sind es ca. 160m bis zum Hexenfelsen.

Hexenfelsen

Geologie des Hexenfelsen

Der als Hexenfelsen bezeichnete Grundgebiergssockel besteht hauptsächlich aus 300-420 Mio. Jahre alten Gesteinen, die durch den Einschlag aus der Tiefe heraus gehoben wurde. Der Felsen ist ein imposanter, isoliert stehender Dolomitklotz, der zur Marienhöhe und damit zum Inneren Kraterring des Rieses gehört. Den Sockel des Dolomitengesteins bilden emporgehobene kristalline Gesteine des Grundgebierges. Diese typische Gesteinssequenz des Inneren Kraterrings ist am Hexenfelsen noch gut zu beobachten. Das Kristalline Grundgebierge tritt an der zum Wasserbehälter gelegenen Seite des Felsens auf. 

Hexenfelsen

Am Hexenfelsen sind sowohl die stotzen- als auch die blumenkohlartige Ausbildung der Ries-Seekalke gut zu sehen. In der Zeit ihrer Entstehung war der Kratersee reich belebt. Wasservögel nisteten an dem mit Schilf und Wasserkiefern bewachsenen Seeufer und auf den inselartigen Erhebungen im Kratersee. Auch der Hexenfelsen wird zeitweise als Inselberg fungiert haben. Er ist wegen seiner geologischen Besonderheit als Naturdenkmal ausgewiesen. 

Woher stammt der Name „Hexenfelsen“ ?

Hexenfelsen

In den Jahren 1589 bis 1598 wurden auf dem heutigen Hexenfelsen 34 Frauen und 1 Mann, welche von den Nachbarn und Bürgern beneidet, als anders empfunden und als Hexen verleumdet wurden, bei lebendigem Leib verbrannt. Da damals die heutige Marienhöhe noch nicht bewaldet war, sah man die brennenden Scheiterhaufen im ganzen Ries. Ebenso stand auf dem Hexenfelsen ein Galgen, weshalb die Erhebung früher auch Galgenberg hieß.

Hexenfelsen

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Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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