Entdecke Deutschland

Eine Steinerne Rinne und die Ruinenkirche Spindeltal

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Diesmal hat es uns in das schöne Altmühltal verschlagen wo wir schon gleich eine Steinerne Rinne und eine Ruinenkirche besucht haben.

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Ein besonderes Naturschauspiel ist bei Wolfsbronn, auf dem Hahnenkamm zu finden, im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn ist eine moosbewachsene Kalktuffrinne mit einer Länge von 130m und einer Höhe von etwa 160cm. Die gewundene Rinne, in welcher das Quellwasser läuft, ist von mehreren kleineren Wasserfällen durchbrochen. 

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Aufgrund der geologischen Begebenheit, vielfältigen und seltenen Flora wurde das Gelände 1964 als Naturschutzgebiet und Geotop ausgewiesen. 

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Wir haben auf dem dazugehörigen kostenfreien Parkplatz geparkt (Koordinaten N: 49.010024 – E: 10.789482)

Wie entstehen solche Rinnen

Die Entstehung von sogenannten Kalktuffrinnen hängt im Wesentlichen vom Untergrundgestein ab. Werden die Kalksteine des Frankenjura von Niederschlagswasser durchströmt, kommt es zu Lösungsvorgängen. Beim weiteren Versickern trifft das Regen- und Schmelzwasser hervor. Im Quellfluss wird dem Wasser Kohlendioxid entzogen. Der im gelösten Zustand vorhandene Kalk fällt dabei aus und überzieht Moose und Algen. Dadurch wächst die Steinerne Rinne stets in die Höhe. 

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Die steinernen Rinnen sind ein Meisterwerk der Natur, ebenso zählen sie zu den Besonderheiten der Frankenalb.

___________________________________

Ruinenkirche Spindeltal

Ruinenkirche Spindeltal Außenansicht

Die Ruinenkirche Spindeltal ist eine wiederbelebte mittelalterliche Marienwallfahrtsstätte bei Wellheim im Landkreis Eichstätt in Oberbayern.

Ruinenkirche Spindeltal Ansicht innen

Sie liegt am südlichen Talrand des Spindeltals, eines Seitentals des Wellheimer Trockentals in der Südlichen Frankenalb.

Ruinenkirche Spindeltal Innenansicht

Baugeschichte 

1477/78 erbaute Graf Georg von Helfenstein, Inhaber der markgräflich-ansbachischen Herrschaft Wellheim, über einem Vorgängerbau wohl aus dem 14. Jh. eine Kirche im Spindeltal, die bald zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte, aber auch zum Zankapfel wurde. Da der Grund, auf dem die Kirche stand, bayerischer bzw. seit 1505 pfalz-neuburgischer Hoheit unterstand, beanspruchten 1536 die pfalz-neuburgischen Amtsleute die Aufsicht über das Kirchenvermögen und überwiesen die Opfereinnahmen entgegen dem Protest des Grafen von Helfenstein an die in ihrem Hoheitsbereich liegende Pfarrei Rögling.

1542 ließ der zum Protestantismus übergetretene Herzog Ottheinrich von Pfalz-Neuburg die Spindeltalkirche schließen und teilweise zerstören. Eine Erneuerung der Kirche erfolgte 1728, nachdem ein pfalz-neuburgischer Beamter – seit 1618 war Pfalz-Neuburg wieder katholisch – nahe der Kirchenruine einen Sturz vom Pferd unversehrt überstanden und deshalb aus Dankbarkeit ein Marienbild gestiftet hatte.

Mit dem Wiederaufbau der Kirche durch den Pfarrer von Rögling lebten die Wallfahrten wieder auf, gleichzeitig aber auch die Streitigkeiten. Sowohl der Pfarrer von Wellheim (Diözese Augsburg) als auch der Pfarrer von Rögling (Diözese Eichstätt) beanspruchten Zuständigkeit und Einkünfte. Die fortdauernden Zwistigkeiten führten 1782/83 zur Schließung und Demolierung der Kirche, um so den Streit zu beenden.

1931 fand man in der Ruine die sog. Spindeltalmadonna, eine Sandsteinfigur aus der Zeit um 1340, die heute in der Ensfelder Kirche steht.

Quellverweis: https://www.naturpark-altmuehltal.de/sehenswertes/wallfahrtskirche_maria_im_spin-786/
Ruinenkirche Spindeltal

1984 wurde in der Ruine auf Privatinitiative hin ein Holzkreuz aufgestellt und bald darauf wieder ein Madonnenbild angebracht. Ab 1985 wieder regelmäßig Ziel von Gläubigen, wurde die Ruinenkirche trotz Bedenken des Denkmalschutzes teilweise wieder aufgemauert und mit einem Schutzdach versehen, wurden Fenster und Türen eingebaut und Bänke eingestellt.

Ruinenkirche Spindeltal Blick auf Altar

2006 wurde eine Kopie der Spindeltal-Madonna in der Kirche aufgestellt. Die jetzige Kirche wird von der Diözese Augsburg als zur Pfarrei Wellheim als Teil der Filialkirche Gammersfeld gehörend betrachtet. Sie ist jedoch nicht in Kirchenbesitz, sondern im Rahmen eines Pachtvertrages im Besitz eines eingetragenen Vereins (Freunde der Spindeltalkirche e. V.).

Ruinenkirche Spindeltal Kopie der Spindeltal-Madonna
Ruinenkirche Spindeltal Blick vom Altar

Es gibt direkt bei der Ruinenkirche Parkmöglichkeiten (Koordinaten N: 48.827212 – E: 11.037433)

Ruinenkirche Spindeltal Rückseitige Ansicht sw

______________________________________

Damit sind wir auch schon am Ende unseres Beitrages angelangt. Wenn Dir unser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über ein Klick bei „Gefällt mir“ oder auch über ein Kommentar von Dir. 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

Empfehle uns weiter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.