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Der östliche Zingst – Pramort

Hohe Düne Blick nach Osten

Da hatten wir uns ja mal wieder was vorgenommen. Unser Ziel war die Sundische Wiese sowie die Hohe Düne von Pramort, der östlichste Teil der Halbinsel Zingst. Also ging es erst einmal mit dem Auto zum kostenpflichtigen Parkplatz an der „Landstraße 32“ in Zingst (Koordinaten N: 54.431871 – E: 12.802827). Von dort aus sind es einfach 9,1km bis zur Hohen Düne von Pramort. 

Es gibt direkt am Parkplatz einen Fahrradverleih, denn wer wird die ganze Strecke schon zu Fuß laufen wollen !?

Natürlich wir !!! Laut Google Maps zu Fuß : 1 Std. 50min.

Der Weg war das Ziel

Der Weg läuft auf einem asphaltierten Deich entlang der Sundischen Wiese wo uns immer wieder Fahrradfahrer begegneten. 

Allein die Sundische Wiese ist den Besuch schon wert. Und wieder kamen Erinnerungen an, von uns bereits besuchte, Orte wie das Peenetal

Sundische Wiese

Sundische Wiese
Sundische Wiese

Im östlichen Teil der Halbinsel Zingst, auch der Zingst genannt, liegt das Naturschutzgebiet Sundische Wiese. Diese liegt zwischen den Boddengewässern im Süden und der Ostsee im Norden. Auch muß man wissen das der Strandbereich ebenso unter Naturschutz steht und daher kein Zutritt besteht. 

Sundische Wiese

Interessant ist auch die militärische Nutzung der Sundischen Wiese. Bereits 1937 übernahm das Militär das Gebiet der Sundischen Wiese für geplante Schieß- und Bombenabwurfübungen. Daher mußten die damals dort lebenden Siedler ihre Bauernhöfe verlassen und es wurden ein Flak-Schießplatz, ein Behelfsflugplatz und ein Bombenabwurfgelände erbaut, ebenso wie Kasernen und Lehreinrichtungen für Soldaten.

Sundische Wiese

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde die Sundische Wiese neu besiedelt und es entstand die Idee das Gebiet als Deutschen Nationalpark an der Ostseeküste ausweisen zu lassen. Jedoch erhob 1956 die Nationale Volksarmee den Anspruch auf den nördlichen Teil der Sundischen Wiese. Hier sollte wieder ein Flak-Schießplatz entstehen. Das Gebiet östlich der heutigen Informationsausstellung „Lebensräume“ wird als Speergebiet ausgewiesen. 

Sundische Wiese
Sundische Wiese

Der südliche Teil der Sundischen Wiese wurde nach der Verhüllung der Bombentrichter und entschärfen der Blindgänger wieder landwirtschaftlich genutzt. Leider litt darunter die Natur, aus Salzgrasland wurde Weideland und Biotope wurden zerstört.

Sundische Wiese

Viele Jahre wird für den Naturschutz der Sundischen Wiese erfolglos gekämpft. Doch mit Auflösung der Garnison Zingst am 31. Mai 1993 ist der Kampf gewonnen. Gebäude und Einrichtungen des Militärs werden zurückgebaut und das Naturschutzgebiet Sundische Wiese entsteht. 

Sundische Wiese

Lediglich das damalige Wachgebäude besteht heute noch. Dort befindet sich die Ausstellung „Lebensräume“ des Nationalparkamtes. 

Sundische Wiese

Schutzfunktion hat die Sundische Wise als Brut- und Rastgebiet für viele Vogelarten. Auch viele Gänse sammeln sich hier um danach ins Winterquartier zu fliegen. 

Sundische Wiese

Am Deich entlang kommen immer mal wieder Sitzmöglichkeiten, die ein oder andere haben auch wir für eine kleine Pause genutzt. Leider fanden wir auf dem gesamten Weg keinen einzigen Mülleimer vor. 

Sundische Wiese

Nach etwa 2 Stunden kamen wir an ein Vogelbeobachtungshaus und einem Fahrradparkplatz.

Sundische Wiese Vogelbeobachtungshaus

Ein kleines Stück weiter Richtung Norden kamen wir dann an eine Holzbank, von hier aus hat man einen wundervollen Ausblick auf die Insel Großer Werder und das Windwatt, ebenso wie auf Barhöft. Wir konnten sogar Wildschweine sichten. 

Sundische Wiese 12 Wildschweine gesichtet
Sundische Wiese Blick auf Großer Werder und Barhöft

Links gegenüber der Bank stand ein Wegweiser, von hier aus sind es dann noch 3,1 km bis zur Hohen Düne. Ab hier muß jeder zu Fuß weiter. Etwa 200m vor dem hölzernen Aussichtsturm geht es auf einem Bohlenweg weiter. Das Betreten der Dünen ist nicht erlaubt. 

Hohe Düne Beginn des Holzbohlenweges
Hohe Düne auf dem Holzbohlenweg

Hohe Düne von Pramort

Hohe Düne

Die Hohe Düne ist das größte unbewanderte Weißdünenfeld an der deutschen Ostseeküste. Auf dem Aussichtsturm bietet sich ein herrlicher Blick auf die Dünen- und Boddenlandschaft sowie auf die Ostsee, wenn es das Wetter zulässt sogar eine Sicht bis auf Hiddensee.

Hohe Düne

Beliebt ist diese Aussichtsplattform bei allen Vogelbeobachtern. Hier sind Seeadler, verschiedene Wattvögel und andere seltene Tiere zu sehen. Des Weiteren liegt vor Pramort der bedeutendste Zugrastplatz des Grauen Kranichs. 

Blick zur Hohen Düne
Hohe Düne
Hohe Düne Blick nach Osten
Hohe Düne Blick nach Westen

Um die hochsensiblen Großvögel zu schützen, ist das gesamte Gebiet vom 1. September bis Anfang November täglich von 15 Uhr bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr für den allgemeinen Besucherverkehr gesperrt. Es gibt aber eine Ausnahme, mit einer Nationalpark-Card „Beobachten – ohne zu stören“ darf man von 15 bis 19 Uhr in das Gebiet. 

Hohe Düne Blick nach Westen über die Dünen
Hohe Düne Blick Südöstlich

Fazit

Rückblickend hat uns persönlich der Weg zur Hohen Düne viel besser gefallen als die Hohe Düne selbst. Vielleicht auch da wir uns von der Hohen Düne mehr erhofft hatten. Es war ein wunderbarer Ausflug mit vielen schönen Eindrücken. Das Wetter hat gepasst und wir können nur jeden empfehlen dort einmal vorbei zu sehen.

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Damit sind wir auch schon am Ende unseres Beitrages angelangt. Wenn Dir unser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über ein Klick bei „Gefällt mir“ oder auch über ein Kommentar von Dir. 

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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