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Burgruine Hohnstein im Harz

Burgruine Hohnstein Innenhof

Diesmal berichten wir von der Burgruine Hohnstein, eine der größten Burgen im Harz. Eine wunderschöne Burgruine mit tollen Fotospots.

Die Burg Hohnstein ist die Ruine einer Höhenburg und befindet sich im Naturpark Südharz am Südrand des Harzes. Sie steht 1,1 km nördlich des Ortes Neustadt und 1,5 km ostnordöstlich des Ortsteils Osterode der Landgemeinde Harztor auf dem bewaldeten, felsigen Schloßberg.

Burgruine Hohnstein

Geschichte der Burg Hohnstein

Konrad von Sangerhausen erbaute die Burg um 1200. Die stark befestigte Anlage wurde die Stammburg der Grafen von Hohnstein. Nach der ersten Blüte des Geschlechts im 13. Jahrhundert trat durch die Erbteilung 1315 in mehrere Linien ein Bedeutungsverlust ein. Auch militärisch war die Burg Hohnstein bald veraltet.

Burgruine Hohnstein am Nordflügel

1380 wurde, die bis dahin uneinnehmbare Burg, durch den Landgrafen von Thüringen sowie den Markgrafen von Meißen belagert und anschließend erstmalig erobert.

Im Zuge des Fleglerkrieges 1412 bis 1415 wurde die Burg ein weiteres Mal erobert.

Der Fleglerkrieg war ein Bauernaufstand und eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Adligen im Raum Harz, ein Vorläufer des großen Deutschen Bauernkriegs.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fleglerkrieg

Burgruine Hohnstein im Zwinger

1417 wurde die Burg Hohnstein an den Grafen von Stolberg verkauft. Diese modernisierten militärisch und baulich die Burganlage mit großem Aufwand. In dieser Zeit wurde sie eine der größten Burgen im Harz. 

Im 30jährigen Krieg kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen dem Kaiserlichen Oberst du Vuer, der die Burg besetzt hielt, und dem kursächsischen Oberst von Eckstädt. Dabei wurde die Burg Hohnstein gebrandschatzt und nie wieder aufgebaut.

Burgruine Hohnstein Richtung Nordflügel

Die Glocke der Burgkapelle und der Altar der Schlosskapelle konnten nach Abzug der vitzthumschen Truppen aus der Brandruine noch geborgen werden. 

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verfiel die Burgruine immer mehr.

Nach 1990 wurde mit Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an der Burgruine begonnen. Seit Ostern 2001 ist die Burg wieder bewirtschaftet.

Burgruine Hohnstein Treppenturm und Nordflügel

Parkmöglichkeiten

Es gibt zwei Parkmöglichkeiten um die Burgruine Hohnstein zu Besuchen. Die kostenlose Parkmöglichkeit mit nur 190m entfern von der Burgruine und befindet sich bei den Koordinaten N: 51.5693964 – E: 10.8410979. Wer den Besuch der Burg mit einem kleinen Spaziergang verbinden möchte kann am kostenlosen Parkplatz Burgruine Hohnstein befindet sich bei den Koordinaten N: 51.5698868 – E: 10.8283336. Von hier aus ist es eine Strecke von 1km, die schön durch den Wald führt.

Burgruine Hohnstein erleben

Zu Beginn kommt man an das erste. Tor, ein Torrondell. Dieses Tor mit seinem seitlichen Rondell wurde in den Jahren um 1540 vor das ältere Burgtor gebaut. Es diente der Aufstellung von Geschützen. Der Torbogen selbst wurde zu beginn des 20. Jahrhunderts erneuert.

Burgruine Hohnstein Tor 1

Gleich danach befindet sich ein gotisches Vorburgtor. Dieses Tor wurde spätestens im 15. Jahrhundert als neues Haupttor erbaut. 

Burgruine Hohnstein Tor 1 und Tor 2

Durch das Unterburgtor gelangt man von der Vorburg in die Unterburg. Im Kern aus der Romanik stammend, wurde der Torbogen bei Reparaturarbeiten 1889 in die jetzige schmalere Form verändert. 

Burgruine Hohnstein Unterburgtor

Auf der rechten Seite befindet sich der Treppenturm, dieser wurde im 16. Jahrhundert erbaut und war die kürzeste Verbindung zur Oberburg. Die jetzige Turmhöhe beträgt ca. 14 m. Die letzte Sanierung des Mauerwerkes und das Aufsetzen des Schutzdaches erfolgenten in den Jahren 1996/1997. 

Burgruine Hohnstein Treppenturm

Auf der linken Seite befindet sich der Nordflügel. Dieser wurde ebenso wie der Treppenturm im 16. Jahrhundert errichtet und ist ein typischer Wohn- und Wirtschaftsbau in Form einer Randhausbebauung. Der zweigeschossige Bau ist in mehrere Abschnitte geteilt.

Burgruine Hohnstein Blick auf den Nordflügel

Den westlichen Teil betritt man durch eine noch erhaltene Rundbogenpforte. Der dort an der Außenmauer sichtbare Bereich mit zwei übereinanderliegenden großen Bögen war vermutlich die Küche, worauf der im Bodenbereich erhaltene Wasserausguss hindeuten könnte.

Burgruine Hohnstein westlicher Nordflügel

Der östliche Teil ist als Erweiterungsbau nachträglich angesetzt worden. In diesem Bereich ist die nördliche Burmauer zu großen Teilen eingestürzt. Ein gewaltiger nördlich angebrachter Stützpfeiler ist noch erhalten. Der östliche Erweiterungsbau des Nordflügels war unterkellert, wovon noch Spuren der Kellertonnen zu sehen sind. 

Burg Hohnstein - im Nordflügel

Östlich des Nordflügels erweitert sich der Hof der Unterburg, im Norden begrenzt durch die entlang der Hangkante geführte Ringmauer. Ganz im Osten ist auf der äußersten Geländekante eine kleine trapezförmige Bastion erhalten. 

Burgruine Hohnstein im Innenhof

An diesem mittelalterlichen Bau werden die Kemenate vermutet

Burgruine Hohnstein Kemenate

Unter den Stufen befindet sich ein kleiner Raum, hier findet man bei schlechtem Wetter auch eine Sitzmöglichkeit.

Burgruine Hohnstein in den Kemenaten

Hier die Ansicht der Kemenate von oben

Burgruine Hohnstein Mittelalterlicher Bau

Der Burganlage östlich vorgelagert wurde im 15./16. Jahrhundert ein großer Bereich mit einer etwa halbkreisförmigen Umfassungsmauer befestigt.

Burg Hohnstein Blick Zwinger

In der Mauer gibt es mehrere unterschiedlich gestaltete Schlitzöffnungen und Schießscharten und einen nach Südosten weisenden Schalenturm.

Burg Hohnstein Blick auf den Zwinger

Im westlichen Bereich befindet sich eine nur von der Vorburg einsehbare zugemauerte Pforte. Dies war wohl der einzige Zugang zum Zwinger. Die Zwingermauer wurde 1997 umfangreich saniert.

Burg Hohnstein Kemenate

Bergfried, Wohnturm oder Wachturm ?

Burg Hohnstein

Hier handelt es sich um Reste eines bisher nicht deutbaren Gebäudes.

Burgruine Hohnstein am Wohnturm

Die Ruine der Burg Hohnstein ist frei zugänglich. Von einer Turmruine, auf die eine Eisentreppe führt, hat man einen fantastischen Panoramablick.

Burgruine Hohnstein Blick zum Aussichtsturm
Burgruine Hohnstein Blick vom Aussichtsturm
Burgruine Hohnstein Blick auf den Innenhof
Burgruine Hohnstein Panoramablick

Wir wünschen Dir einen guten und gesunden Rutsch ins neue Jahr und freuen uns auf ein spannendes Jahr 2020.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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