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Büsenbachtal in der Nordheide

Büsenbachtal zum Sonnenuntergang

Im Norden der Lüneburger Heide der sogenannten Nordheide liegt das Büsenbachtal. 

Büsenbachtal

Das Büsenbachtal ist eines der ältesten Schutzgebiete im Landkreis Harburg. Eine Besonderheit des Büsenbachtals ist die Bachschwinde.

Büsenbachtal

Der kleine Bachlauf entspringt oberhalb der Heideflächen in einem kleinen Quellmoor im Wald.

Büsenbachtal

Fließt dann als glasklarer Heidebach durch das Tal, in dem er dann im Südosten vollständig versickert und erst weiter Richtung Seeve wieder an die Oberfläche tritt.

Büsenbachtal

Bis vor ein paar Jahren war das knapp 1,4 Hektar große Grundstück hinter hohen Maschendrahtzäunen verborgen.

Büsenbachtal

Der Büsenbach war hier, gut einen Kilometer von seinem Quellgebiet, zu sieben Fischteichen aufgestaut, in die auch der Kaiserbach geführt wurde.

Büsenbachtal

2016 kaufte der Landkreis Harburg das Grundstück und begann mit den umfangreichen Renaturierungsarbeiten.

Renaturierungsmaßnahmen und Rückbau im Büsenbachtal

Durch das Entfernen von Uferbauten, das Anbinden der durch Flussbegradigung abgetrennten Altarme und Flutrinnen, das Belassen oder Einbringen von großen Steinen, gewässertypischem Kies und Totholz ins Gewässer, die Anhebung der Gewässersohle sowie die Rückverlegung oder den Rückbau von flussnahen Dämmen und Deichen ist es möglich, die für natürliche Flüsse typische dynamische Entwicklung wieder herzustellen. 

Büsenbachtal

2019 wurden die Feenteiche im Landschaftsschutzgebiet Büsenbachtal erfolgreich umgestaltet, so wurde aus einer Fischteichanlage ein naturnahes Biotop.

Büsenbachtal

Der höchste Hügel im Büsenbachtal ist der Pferdekopf mit einer Höhe von 79   Meter. Hier verläuft auch der Heidschnuckenweg.

Büsenbachtal Blick zum Pferdekopf

Vom Pferdekopf aus hat man einen sehr guten Ausblick auf die Heide.

Büsenbachtal Blick vom Pferdekopf

Hier im Büsenbachtal hatten wir das erste mal eine Herde Heidschnucken angetroffen.

Heidschnucken und die Lüneburger Heide

Die Heidschnucke ist eine alte Landschafrasse, die von den auf Sardinien und Korsika beheimateten Mufflons abstammen soll. Insgesamt ist die Rasse in sechs Unterarten aufgeteilt. Auf den trockenen Heideflächen der Lüneburger Heide lebt seit langer Zeit die „Graue Gehörnte Heidschnucke“. Ohne unsere tierischen Landschaftspfleger, die Heidschnucken, könnten die größten Heideflächen Europas nicht erhalten werden. 

Büsenbachtal bei Sonnenuntergang und Heidschnucken

Woher stammt der Name „Heidschnucke“?

Der Name Schnucke kommt von „Schnökern“ (Naschen), weil die Heidschnucke die Abwechslung liebt und Heidekraut, Gras und Wildkräuter gern verspeist.

Tierische Landschaftspfleger

Früher, als es noch riesige Heideflächen gab, waren die Heidschnucken wichtige Woll- und Düngerlieferanten. Heute dienen sie vorwiegend als vierbeinige Landschaftspfleger.

Die Heidschnucken sind durch ihren ständigen Verbiss von aufkommenden Gehölzen, Gräsern wie der Drahtschmiele und dem Heidekraut selbst die wichtigsten Landschaftspfleger. Die Heide bleibt daher kurz und der nährstoffarme Boden erhalten.

Büsenbachtal Heidschnucken

Ohne die Hilfe der Schnucken ließen sich die größten zusammenhängenden Calluna-Heiden Mitteleuropas nicht dauerhaft erhalten.

Durch die Heidschnuckenbeweidung wird eine savannenähnliche Struktur erreicht, welche in der heutigen, meist intensiv genutzten Landschaft in Mitteleuropa extrem selten geworden ist.

Büsenbachtal Heidschnucken

Deshalb kommen in der Heide noch gesicherte Bestände vieler Tier- und Pflanzenarten vor, die ansonsten kaum noch Lebensräume in unserem Land finden. Zu ihnen zählen Birkhühner, Raubwürger, Heidelerchen, Braun- und Schwarzkehlchen, Neuntöter oder Ziegenmelker.

Büsenbachtal

365 Tage im Jahr ziehen die Heidschnucken durch die Heideflächen

In der Lüneburger Heide werden die Herden noch traditionell das ganze Jahr über gehütet. Der Schäfer zieht mit seinen Tieren jeden Tag 10 – 12 km durch die Heide. 

Büsenbachtal zum Sonnenuntergang

Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden an 365 Tagen im Jahr durch die Heideflächen der Lüneburger Heide.

Textquelle: https://www.lueneburger-heide.de/natur/artikel/8824/heidschnucken-unseren-tierischen-landschaftspfleger.html

Büsenbachtal

Parkmöglichkeiten Büsenbachtal

Es befindet sich ein öffentlichen Parkplatz bei den Koordinaten N: 53.2693599 – E: 9.8565371, von dort sind es etwa 1,2km bis zum Pferdekopf. Wir hatten bei den Koordinaten N: 53.270066 – E: 9.842510 geparkt von dort waren es knapp 600m bis zum Pferdekopf. 

Büsenbachtal Pferdekopf

Wir freuen uns auf eine spannende neue Woche und wünschen Dir einen guten Wochenstart.

Liebe Grüße 

Yvonne und Thorsten

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